„Familienzuwachs“
beim AVC
Seit Oktober [2005] ist
Hartmut Anders bei uns kommissarisch angestellt.
Kommissarisch bedeutet, dass das AVC Arbeitgeber
ist, der Missionar aber von seiner Heimatgemeinde
gesandt wird, die auch die volle geistliche
und finanzielle Verantwortung für ihn trägt.
Liebe Freunde,
ich möchte mich
kurz vorstellen: Ich heiße Hartmut Anders.
Zusammen mit meiner Frau Sylvia und unseren
zwei Töchter Inka (16) und Maya (13) lebe
ich seit fünf |
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Jahren
in Juliaca, auf 3800 Metern Höhe in den Anden
Südperus. Juliaca ist 500 km entfernt von unserem
Freund Frank Fröschle, der in Ilo wohnt.
1982 sprach Jesus zu mir, dass
er mich dahin senden will, wo das Dunkel am dunkelsten
sei, um dort Licht zu sein. So sind wir in Juliaca,
der ärmsten Stadt Perus und eine der ärmsten
ganz Südamerikas gelandet. Sehr starker Marienkult,
viel Zauberei, Karneval und ständige Feste prägen
die Stadt, die die höchste Alkoholikerrate in ganz
Südamerika hat. Juliaca liegt in einer Halbwüste,
eine fast baumlose Gegend, in der beinahe nur hartes
Steppengras wächst. Man sagt von der Stadt, sie
sei die Stadt des Sandes, der Winde, sowie der Räuber.
In jedem Reiseführer steht, dass man Juliaca möglichst
schnell wieder verlassen und sehr auf sein Gepäck
aufpassen soll.
| Unser
Dienst bestand zunächst darin, eine Jüngerschaftsschule
mit aufzubauen. Jetzt helfen wir in etwa 50 kleinen
freikirchlichen Gemeinden mit Evangelisationen,
Predigt- und Lehrdiensten.
Vor mehr als zwei Jahren
begannen wir mit Suppenküchen für arme
Kinder. Später haben wir sie erweitert und
speisen auch alte Menschen, die teilweise von
dem leben, was sie im Müll an Essbarem finden.
Vor zwei Jahren haben wir begonnen, eine alte
Hazienda zu renovieren. Es soll ein Zentrum werden,
das den Freikirchen offen steht. Schulung und
Evangelisation besonders unter Jugendlichen und
in Schulen und Familienarbeit sind dort vorgesehen.
Der letztgenannte Arbeitszweig ist uns ein dringendes
Anliegen, denn die Situation vieler Familien ist
geprägt von Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung
der Kinder. Ein Kinderheim und ein Reha-Zentrum
für Alkoholiker sind geplant.
Wir sind in einem Hauskreis und wissen, dass Gott
daraus eine Gemeinde aufbauen will, die ein Beispiel
für Juliaca sein soll.
Wir sind sehr dankbar, dass wir jetzt zusammen
mit dem AVC arbeiten dürfen.
Gott segne euch,
Hartmut Anders |
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Kampf um Hunde als Vorbereitung
für Kampf um Menschen?
Hartmut schrieb uns, dass
ihre Schäferhündin zehn Junge warf - eines
wurde tot geboren - und knapp zwei Tage später
starb. Nun begann der Kampf um das Leben der kleinen
Welpen. Alle zwei Stunden mussten sie Milch bekommen.
Einige wollten nicht trinken und waren nur mit viel
Geduld und Liebe dazu zu bewegen. Nach acht Tagen starb
ein Welpe, nach neun Tagen der zweite. Weitere 15 Tage
später erlagen drei Welpen einer Lungenentzündung,
das billige Antibiotikum zeigte nicht die erwünschte
Wirkung. Vielmehr verursachte es Durchfall, so dass
nach 19 Tage wieder ein kleiner Welpe starb. Jetzt kämpfen
sie um das Überleben der letzten drei.
Zur Zeit sterben dort auch viele Kinde an Lungenentzündung.
Hartmut schreibt: „Vielleicht spricht Gott
dadurch zu uns und will uns vorbereiten, diese Liebe
und Geduld, die wir für die jungen Hunde eingesetzt
haben, auch in Kinder zu investieren.“ |